Landkreis und Handwerkskammer schließen Vertrag zur Unterbringung minderjähriger, unbegleiteter Flüchtlinge

Der Landkreis Hildesheim bringt 47 Flüchtlingsjugendliche im Internat des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen unter. Rund 25 von ihnen, unter anderem aus Afghanistan, Syrien und Pakistan, sind der Handwerkskammer zu Dienstag, dem 20. Oktober angekündigt. Zehn Mitarbeiter der Labora gGmbH sind bereits vor Ort.

Rahmenbedingungen

Der zwischen Landkreis und Handwerkskammer geschlossene Vertrag beinhaltet die Unterbringung von 47 minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen, bei denen bislang keine Statusfeststellung erfolgt ist. Vermietet werden 47 Betten, die Unterbringung erfolgt in Dreibettzimmern. In der Regel werden hier Auszubildende des Handwerks während ihrer Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung oder aber ausländische Projektteilnehmer untergebracht.

Die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer, Ina-Maria Heidmann, bestätigt: "Der Vertrag wurde zunächst bis zum 31. März 2016 geschlossen." Auch mit dem Pächter der dem Internat angeschlossenen Kantine, der Heinrich Köhler GmbH, hat sich der Landkreis in Verbindung gesetzt und die Versorgungssituation geklärt. Aufgabe der Mitarbeiter der Labora gGmbH ist die Umsetzung des Betreuungskonzeptes, dazu gehört auch die 24-stündige Begleitung der Jugendlichen. Diese erfolgt im Dreischichtbetrieb. Allen Flüchtlingen steht zusätzlich das interne Freizeitangebot zur Verfügung, dazu zählt die Benutzung des hauseigenen Schwimmbades oder der Aufenthaltsräume, die Nutzung von Kickertischen und Tischtennisplatten.

Auch die QuAsS* gGmbH will sich inhaltlich einbringen

"Selbstverständlich stehen wir als größter Bildungsträger in der Region mit Rat und Tat zur Seite. Unsere Tochtergesellschaft, die QuAsS gGmbH, wird sich ebenfalls um geeignete Beschäftigungsmaßnahmen kümmern", erklärt Heidmann. "Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen in ihrer neuen Umgebung erst einmal ankommen. Anders als in den meisten Unterbringungseinrichtungen läuft bei uns der normale Aus- und Fortbildungsbetrieb weiter. Mit unserem Angebot an den Landkreis wissen wir um die hohe Verantwortung, die jugendlichen Flüchtlinge vom ersten Tag an behutsam in unseren Alltag zu integrieren. Lehrgänge und das Leben unserer Auszubildenden im Internat müssen auch weiterhin ihren regulären Gang gehen", so Heidmann.

*Qualifizierung und Arbeit statt Sozialleistungen

Günter Kaune

Geschäftsführer QuAsS gGmbH

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