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Kommt das Azubi-Ticket?

Landesausschuss für berufliche Bildung (LABB) empfiehlt Landesregierung flächendeckende Einführung eines Azubi-Tickets. Präsident Delfino Roman: "Mobilität steigert die Attraktivität der Dualen Ausbildung im Handwerk."

Der Landesausschuss für berufliche Bildung (LABB) als Beratungsgremium der Landesregierung, in dem die Wirtschafts- und Sozialpartner, darunter auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Handwerkskammern in Niedersachsen vertreten sind, hat jetzt eine einvernehmliche Empfehlung an das Land zur Einführung eines Azubi-Tickets formuliert. Diese Empfehlung beinhaltet ein Azubi-Ticket zu 365 € im Jahr – sprich 1 € pro Tag für Auszubildende in der Dualen Ausbildung. Ein solches Angebot wird in anderen, angrenzenden Bundesländern bereits umgesetzt und gut angenommen und soll nach Empfehlung des LABB zügig auf die politische Agenda genommen und kurzfristig umgesetzt werden.

Die LABB-Empfehlung zum Azubi-Ticket entspricht der von der DGB-Jugend NDS, Bremen und Sachsen-Anhalt initiierten Forderung im Rahmen des Aktionsbündnisses "Azubi-Ticket Jetzt!", an dem sich die Jugendorganisationen der Parteien beteiligen und der eine immer noch laufende Online-Petition zu Grunde liegt.  

„Es ist der richtige Ansatz, finanzielle Entlastungen und gleichrangige Wertschätzung der Dualen Berufsausbildung gegenüber akademischen Angeboten auch direkt spürbar zu machen“, sagt Delfino Roman, Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. „Das Südniedersächsische Handwerk fordert das Azubi-Ticket seit zwei Jahren. Wer Mobilität von Auszubildenden fördert, steigert die Attraktivität der Dualen Ausbildung.“

Ein wesentlicher Punkt ist für die Auszubildenden die Erreichbarkeit der für sie relevanten Bildungsstätten und auch aller anderen Orte überall in ganz Niedersachsen – ohne Einschränkungen. Dieses ist grundsätzlich durch eine landesseitige Übernahme von Beförderungskosten in zwei Strängen möglich: Zur Stärkung der (Gesamt-)Mobilität wird daher durch den LABB empfohlen, ein Angebot des bestehenden ÖPNV in Form eines durch das Land zumindest in Teilen bezuschussten Angebotes über das 365 €-Azubi-Ticket einzuführen. Allerdings ist in den Regionen des ländlichen Raums, in den kein ÖPNV hinreichend gewährleistet ist, eine ausreichende Kompensation für die Entstehung von Fahrtkosten zu den Ausbildungsorten aus Landesmitteln zu berücksichtigen. Dies ist etwa bei Einsatz eines Pkw oder anderer Verkehrsmittel mitzudenken.

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Stefan Pietsch

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