So viele wie schon lange nicht mehr: Lehrgangleiter Marcus Hüls (re.) und sein neuer Kurs der angehenden Maurer- und Betonbauermeister.
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So viele wie schon lange nicht mehr: Lehrgangleiter Marcus Hüls (re.) und sein neuer Kurs der angehenden Maurer- und Betonbauermeister.

Germany 12 Points!

Im Gegensatz zum erst kürzlich haushoch verlorenen Eurovision Song Contest, spielt Deutschland bei anderen europäischen Wettbewerben ganz weit oben mit - zum Beispiel im Maurer- und Betonbauerhandwerk.

Der diesjährige Meisterkurs der Maurer- und Betonbauer kann gleich mit drei äußerst erfreulichen Nachrichten punkten. Da wäre zuallererst die beeindruckende Teilnehmerzahl. "In all den Jahren, die ich als Lehrgangsleiter in den Berufsbildungszentren tätig bin, hatten wir noch nie 16 angehende Meister auf einen Schlag", freut sich Marcus Hüls. Die Steigerung der Kursbuchungen von gut 50 Prozent führt der Lehrgangsleiter unter anderem auf die 2015 durchgeführte Jubiläums-Kampagne der Handwerkskammer zurück, bei der Fortbildungswillige bei der Buchung ihrer Meistervorbereitung 1.200 Euro sparen konnten. "Auch die Öffentlichkeitsarbeit im vergangen Jahr war vorbildlich. Wir haben mit dem Meisterkurs ein weiteres Mal die Attraktivität des Maurerhandwerks im Allgemeinen und die unseres Standortes in Hildesheim in die sozialen Netzwerke und die lokale Presse gestreut", bestätigt Hüls das Engagament des Stabsbereichs Kommunikation.

Eine starke mediale Präsenz konnten allerdings nicht nur die Meisterschüler verbuchen. Bei den Gesellen konnte sich 2015 der 19-jährige Jannes Wulfes auf Landesebene als bester Absolvent seines Handwerks durchsetzen. Beim darauf folgenden Bundeswettbewerb des Deutschen Handwerks belegte er sogar Platz 3.
In diesen Tagen – und das ist die zweite tolle Nachricht – bereitet sich der Harsumer auf den nächsten großen Wurf vor. Mit der Unterstützung seines Ausbilders Marcus Hüls geht es im Dezember dieses Jahres in das schwedische Göteborg, um am Wettbewerb Euro Skills gegen die Kandidaten aus 26 anderen europäischen Ländern anzutreten. "Die Aufgaben haben es in sich, da muss jeder Handgriff sitzen", berichtet Wulfes, der aktuell auch seine Meisterausbildung im BBZ absolviert. Die Zeit für das Mauern des filigranen Spitzbogens, an dem der Bundessieger zurzeit übt, sei im Wettbewerb sehr knapp bemessen. In Göteborg durchlaufen daher alle Teilnehmer ein fünfwöchiges Training, das optimal auf den Wettkampf vorbereiten soll. Unabhängig von Wulfes Platzierung bei der Europameisterschaft der Maurer, steht seine Teilnahme an der für 2017 anvisierten Weltmeisterschaft fest. Dann darf er sich in Dubai gegen Talente aus der ganzen Welt behaupten.

Neben so viel Renommee und einer bemerkenswert hohen Teilnehmerzahl, ist die Ausbildung einer Maurer- und Betonbauermeisterin eine weitere Premiere. Die 29-jährige Maurergesellin Meike Schumacher aus dem hessischen Eschwege hat sich noch vor gar nicht allzu langer Zeit als Rechtsanwaltsgehilfin versucht. "Der Job war mir viel zu trocken. Es gibt Menschen, die sind einfach nicht für die Arbeit im Büro gemacht", weiß sie zurückblickend. Mit der Meisterausbildung in ihrem Handwerk knüpft sie an ihre familiären Wurzeln an. "Meine Eltern haben ein Bauunternehmen, das ich eines Tages übernehmen möchte." In den Situationsaufgaben, mit denen sich alle Meisteranwärter auf die Prüfung vorbereiten, stellt Schumacher unter Beweis, dass Frauen in den Bauhandwerken ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen. Taff solle man sein, sagt sie. "Wenn da mal ein frecher Spruch kommt, ist es hilfreich, wenn man kontern kann."

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Marcus Hüls

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Stefan Pietsch

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