Kommunalwahl 2026Das Handwerk als starker Partner vor Ort

Handwerkskammerpräsident Delfino Roman betont anlässlich der am 13. September stattfindenden Kommunalwahl die Bedeutung eines respektvollen und konstruktiven Austauschs vor Ort. „Starke Kommunen und ein starkes Handwerk bedingen einander – von daher ist es wichtig, dass wir im stetigen Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik bleiben“, erklärt der Steinmetz- und Steinbildhauermeister.



Vor allem die regionalen Beschlüsse seien für den Präsidenten von besonderer Bedeutung:

„Die Entscheidungswege sind oft kürzer, viele von uns kennen die ehrenamtlichen Ratsmitglieder und wir alle erleben die Auswirkungen politischer Entscheidungen direkt vor der eigenen Haustür. Umso mehr möchte ich für den weiteren Austausch werben: Kommen Sie auf uns zu! Beziehen Sie uns in Entscheidungsprozesse mit ein. Ich bin mir sicher, dass der gemeinsam gefundene Kompromiss vor einer Entscheidung immer besser ist als im Nachgang etwas reparieren zu müssen!“



Konkreten Handlungsbedarf sieht Roman vor allem bei der kommunalen Abgabenlast: „Als Rückgrat der Wirtschaft sowie Ausbildungs- und Integrationsmotor dürfen die Betriebe nicht immer weiter belastet werden, etwa durch Bettensteuern oder steigende Parkgebühren. Auch die Verknappung von Parkflächen geht an der Realität vieler Kunden oder Betriebe im Außendienst vorbei. Hier braucht es mehr Austausch und praxistaugliche Lösungen.“ Auch lange Genehmigungsverfahren in verschiedenen Behörden sieht der Präsident kritisch.

Mehr Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg fordert Roman beim öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum: „Das Land hat mit dem Azubi-Ticket einen wichtigen Schritt getan. Jetzt sind die Verantwortlichen vor Ort gefragt, den ÖPNV so weiterzuentwickeln, dass Ausbildung und Arbeit auch im ländlichen Raum gut erreichbar sind.“

Das südniedersächsische Handwerk hat in seinem Positionspapier die wichtigsten Themen für die kommunale Ebene zusammengefasst. Darüber hinaus hat die Handwerkskammer in einer Umfrage thematische Schwerpunkte identifiziert und diese den antretenden Parteien zur Verfügung gestellt. „Das Handwerk braucht keine Sonderrechte, sondern eine Kommune, die funktioniert: mit schnellen Verfahren, verlässlichen Entscheidungen und Lösungen, die sich im Betriebsalltag bewähren. Genau das erwarten unsere Betriebe.“, betont Roman und ergänzt: „Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft starke kommunalpolitische Vertreterinnen und Vertreter in den Gremien haben – denn nur im Dialog kann Zukunft gestaltet werden.“

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