Lieby & Mühlegger

2015: Ein glückliches, neues Jahr?

Präsident Delfino Roman blickt auf ein unruhiges Jahr zurück

Das Jahr 2014 wird, obwohl es erst ein paar Tage vergangen ist, schon jetzt zum Jahr dramatischer Veränderungsprozesse und Reformen erklärt. Selbst Angela Merkel betonte in ihrer Weihnachtsansprache, dass dieses Jahr unser Land vor ganz besondere Herausforderungen gestellt habe und es nun zu Ende gehe - ganz anders als erwartet.

Dass Erwartungen häufig nicht der Realität entsprechen, liegt wohl in der Natur der Sache, gilt es am Ende doch, viele verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen. Doch die Kanzlerin soll recht behalten, beobachten wir Deutschland derzeit im Zustand des Dauerprotestes. In Teilen erleben wir ein Deutschland voller Angst und diese Angst führt zu Starrsinn und Unoffenheit. Dies betrübt mich, wenn ich bedenke, was Deutschland in den letzten Jahren im Sinne von Wohlstand und Fortschritt erreicht hat. Dazu hat auch die große Familie Handwerk beigetragen und darf zurecht stolz sein. Die Form von Gemeinschaft, die sich heute hingegen auf deutschen Straßen trifft, gehört nicht zu der Art von Gemeinschaft und Organisation, die die Handwerkerinnen und Handwerker auch heute noch pflegen und in Ehren halten. Im Gegenteil: Aus seiner langen Tradition der „Gesellen-Wanderschaft“ heraus hat das Handwerk Migration stets als Bereicherung verstanden. Der Austausch mit Menschen anderer Länder und Kulturen war immer wieder Impuls für Weiterentwicklung, Qualifizierung und Innovation. Und das soll auch so bleiben!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, heute mehr denn je ist das Handwerk ein Wirtschafts- und Gesellschaftsbereich, der wie kaum ein anderer aus allen Teilen der Welt durch Arbeit und Ausbildung in die Gemeinschaft integriert. Unterstützen Sie ausbildungswillige Menschen und geben Sie Ihnen ein Zuhause in der Familie Handwerk und damit eine Zukunft in Deutschland.