Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)

ÜLU

Die Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses ist eine wichtige Investition in die Zukunft des Handwerks:

Eine verantwortungsvolle Aufgabe nicht nur für die Betriebe, sondern auch für die Handwerkskammer. Technischer Fortschritt, technologische Neuheiten und die Weiterentwicklung der EDV führen zu einer Flut neuer Informationen, die den Lernstoff für Auszubildende wesentlich verändern.

Deswegen können viele Handwerksbetriebe nicht mehr alle dem Berufsbild entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln. Diese Lücke schließt die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung. Als Teil der fachpraktischen Ausbildung ergänzt sie die Lehre im Betrieb. Sie stellt eine breite und einheitliche Grundausbildung sicher, die sich den technischen und ökonomischen Veränderungen anpasst.

Die Jugendlichen werden vom ersten bis zum letzten Ausbildungstag ihrer Lehre begleitet und auf diese Weise sowohl in berufsspezifischen als auch in fachübergreifenden, allgemeinen Bereichen (wie Arbeitssicherheit und Unfallverhütung) auf den neuesten Kenntnisstand gebracht.



Besteht Teilnahmepflicht für meinen Auszubildenden?
Ja - für alle Pflichtkurse! Für die einzelnen Berufe besteht Teilnahmepflicht für so genannte obligatorische Kurse aufgrund des Beschlusses der Vollversammlung der jeweiligen Handwerkskammer. Der Ausbildungsbetrieb ist gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) verpflichtet, den Lehrling zum Besuch überbetrieblicher Maßnahmen freizustellen.

Wer meldet meinen Auszubildenden zur ÜLU an?
Durch die Erfassung des Lehrvertrages in der Handwerkskammer sind die Daten des Auszubildenden registriert. Dadurch wird der Auszubildende "automatisch" zu den für ihn erforderlichen Lehrgängen eingeladen. Die Einladungen werden rechtzeitig an den Ausbildungsbetrieb gesandt. Es wird dabei im Bedarfsfall eine Internatsunterbringung angeboten.

Was lernt der Auszubildende im Rahmen der ÜLU?

Unterweisungspläne für die Lehrgänge der überbetrieblichen beruflichen Bildung zur Anpassung an die technische Entwicklung in den handwerklichen Berufen.

Mehr dazu beim Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik

 



Die verschiedenen ÜLU-Lehrgänge

Anlagenmechaniker für Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik

Vom einfachen Anschluss bis zur großen Versorgungsanlage - Anlagenmechaniker sorgen unter anderem dafür, dass das kühle oder warme Nass zuverlässig aus dem Hahn kommt



Elektroniker

Ohne Strom läuft nichts in Gebäuden - vom Flughafen bis zum Einfamilienhaus.



Feinwerkmechaniker

Nichts für grobe Hände - hier kommt es auf Genauigkeit an. Feine Bauteile aller Art werden gefertigt und zusammen mit elektronischer Mess- und Regeltechnik zu funktionsfähigen Einheiten montiert.

Kaufmann/-frau für Büromanagement

Wenn ein Handwerksbetrieb auf vollen Touren läuft, sollten Büroarbeiten nicht auf der Strecke bleiben. Sonst geht der Überblick verloren und unter Umständen auch der Erfolg.

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker

Der Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker in der Fachrichtung Karosserieinstandhaltungstechnik entfernt Beulen, reparieren und lackieren alles vom leichten Kratzer im Blech bis hin zum schweren Unfallschaden.

Kraftfahrzeugmechatroniker

Wenn der Motor rund läuft, ist alles in Ordnung. Tut er´s nicht, ist das ein Fall für den Kraftfahrzeugmechatroniker - das gilt auch für Fahrwerk, Bremsen oder die Abgasanlage.

Land- und Baumaschinenmechatroniker

Für die Hoftechnik, die Bodenbearbeitung, die Ernte und die Umweltpflege werden in der Landwirtschaft teilweise riesige Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen eingesetzt, aber auch auf Baustellen, im Wald und auf Golfplätzen.

Maler -und Lackierer

Alles weiß, schwarz, grau? Eine Horrorvision. Zum Glück gibt's Farbe und den Maler und Lackierer, der damit umgehen kann.

Maurer

Bauwerke sollen ästhetisch und von möglichst langer Lebensdauer sein. Um dieses zu verwirklichen, wird ein "Fachmann" - der Maurer - benötigt, der kreative, aber auch funktionelle und handwerkliche Fähigkeiten besitzt.

Metallbauer

Beim Herstellen, Prüfen, Instandsetzen und Montieren steht heute der Einsatz modernster Technik immer mehr im Vordergrund.

Tischler

Der Tischler fertigt maßgeschneiderte Möbel, Türen, Fenster und treibt den Innenausbau voran.

Zimmerer

Die zeitgemäße Architektur verlangt raffinierte Holzkonstruktionen z. B. für behagliche Wohnhäuser, Kindergärten oder Schulen. Aber auch bei Sanierungen von alten Fachwerkhäusern, Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen oder bei Ingenieurbauwerken, wie z. B. Brücken, ist sein Wissen gefordert.