Strahlende Sieger (v.l.n.r.): Dr. Thorsten Hickmann und Toni Adamek (Geschäftsführer Eisenhuth GmbH und Co. KG), Anne Schütte (Jurymitgliedmitglied und HWK-Beauftragte für Innovation und Technologie), Sven Quentin und Carsten Kleine (Geschäftsführer GoePaTec GmbH).
HWK
Strahlende Sieger (v.l.n.r.): Dr. Thorsten Hickmann und Toni Adamek (Geschäftsführer Eisenhuth GmbH und Co. KG), Anne Schütte (Jurymitgliedmitglied und HWK-Beauftragte für Innovation und Technologie), Sven Quentin und Carsten Kleine (Geschäftsführer GoePaTec GmbH).

Südniedersachsen ist Motor für Innovationen

17. Innovationspreis des Landkreises Göttingen verliehen. GoePaTec GmbH aus Göttingen und Eisenhuth GmbH & Co. KG aus Osterode gehören zu den Gewinnern aus dem Handwerk.

Unter dem Motto „Zukunftsorientiert – Lösungen, die verändern“ wurde am 14. November 2019 zum 17. Mal der Innovationspreis des Landkreises Göttingen verliehen. Auch in diesem Jahr hatten sich Gründer, mittelständische Unternehmen, international tätige Konzerne und Bildungseinrichtungen sowie Wissenschaftler, soziale Projekte und Initiativen beworben.

Zu den Gewinnern des Abends gehörten auch zwei Handwerksunternehmen aus Südniedersachsen. In der Kategorie „Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern“ konnte sich die GoePaTec GmbH aus Göttingen durchsetzen. Auf der Bühne des Deutschen Theaters Göttingen nahmen die Geschäftsführer Carsten Kleine und Sven Quentin den kunstvoll gestalteten ersten Preis für die Fertigungssoftware MSGo entgegen. Das innovative Soft- und Hardwarekonzept ermöglicht es, den Fertigungsstand jedes Auftrages zu verfolgen und gleichzeitig über Eingabemöglichkeiten der Mitarbeiter das Detailwissen bei den einzelnen Produktionsschritten allen zur Verfügung zu stellen. Über Tablets erfährt jeder Produktionsmitarbeiter schon am Morgen, welche Teile er im Laufe des Tages fertigen muss, ob alle benötigten Materialien auf Lager sind und was zeitkritisch wird. Die Motivation für das Projekt fasste Geschäftsführer Quentin auf der Bühne zusammen: „Wir sind ein mittelständisches Handwerksunternehmen. Mit dieser Lösung wollen wir auch dem Nachwuchs und den an allen Ecken benötigten Fachkräften zeigen, wie innovativ und zukunftsorientiert das Handwerk ist.“

In der Kategorie „Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern“ ging Platz 2 an die Eisenhuth GmbH und Co. KG aus Osterode am Harz. Die Geschäftsführer Dr. Thorsten Hickmann und Toni Adamek freuten sich über die Auszeichnung ihrer Rasant-Hybrid-Anlage, die eine automatisierte Serienfertigung von kleinen Kunststoffteilen mit metallischem Einleger erlaubt. Die Serienfertigung ist dank eines speziell entwickelten Systems zum Greifen der einzelnen Bauteile möglich. „Dieser automatisierte Prozess trägt dazu bei, unsere Mitarbeiter von einfachen Tätigkeiten zu entlasten. Sie können sich nun um die wirklich wichtigen Dinge im Unternehmen kümmern“, so Geschäftsführer Hickmann. Das Projekt wurde realisiert durch die Niederschwellige Innovationsförderung Niedersachsen. Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen unterstützte die Firma Eisenhuth bei der Antragstellung für die Fördersumme.

Göttingens Landrat Bernhard Reuter dankte in seiner Begrüßung den Juroren des Wettbewerbs , die ihre fachliche Expertise in den Dienst des „Qualitätssiegels Innovationspreis“ gestellt haben. „Der Wow-Effekt ist wichtig, aber nicht alles. Eine Innovation stellt eine Problemlösung dar, für die es voraussichtlich interessierte Anwender geben wird“, so Jurymitglied Anne Schütte, Beauftragte für Innovation und Technologie* der Handwerkskammer, über die Kriterien für die Auslobung des Preises. Von insgesamt 101 Bewerbungen für den Innovationspreis haben die beiden Gewinnerbetriebe aus dem Handwerk Antworten für ihre konkreten Problemfälle gefunden und Lösungen auch für Arbeitsprozesse anderer Unternehmen entwickelt.   

Bis ein Unternehmen eine Innovation erarbeitet und am Markt platziert hat, geht meistens viel Zeit und Geld ins Land. Um diese Kosten besser verkraften zu können, bietet das Land Niedersachsen eine Zuschussförderung von 35 % der Projektkosten (bis zu 100.000 Euro) . Berücksichtigt werden vor allem die internen Personalkosten. Die aktuelle Förderperiode endet 2021.

Sie möchten ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickeln oder verbessern, oder Ihre Prozesse und Organisationsstruktur neu aufstellen (Stichwort Digitalisierung): Die Wirtschaftsförderung der Handwerkskammer berät Sie im Antragsverfahren und in der Projektphase. Wir freuen uns auf Ihren Anruf, Anne Schütte, 05121 162129 und Hendrik Böker, 05121 162114.

* Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.



Hier sind die Bewerber-Videos der zwei Handwerksbetriebe:

Goepatec:

Eisenhuth:

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Anne Schütte

Beauftragte für Innovation und Technologie

Braunschweiger Straße 53
31134 Hildesheim
Tel. 05121 162-129
Fax 05121 703432
anne.schuette--at--hwk-hildesheim.de

Böker_Hendrik Böker

Hendrik Böker

Beauftragter für Innovation und Technologie

Braunschweiger Straße 53
31134 Hildesheim
Tel. 05121 162-114
Fax 05121 703432
hendrik.boeker--at--hwk-hildesheim.de