PressemitteilungMobilität sichern, Ausbildung ermöglichen.

Hohe Kosten für den Führerschein können zum Hindernis für eine Aus-bildungsentscheidung werden. // Das Handwerk fordert bezahlbare Mobilität und mehr Unterstützung für junge Menschen.

Ein Führerschein ist für viele Berufe unverzichtbar, doch die Kosten werden für immer mehr junge Menschen zur Hürde: für einen Pkw-Führerschein liegen diese inzwischen bei durchschnittlich rund 3.400 bis 3.750 Euro. Gleichzeitig ist die Fahrerlaubnis gerade für Auszubildende im Handwerk häufig keine freiwillige Zusatzqualifikationen, sondern Voraussetzung dafür, den Ausbildungsbetrieb, die Berufsschule oder spätere Einsatzorte zu erreichen. Besonders im ländlichen Raum ist ein Führerschein oftmals unverzichtbar. Deshalb ist es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Mobilität für alle zugänglich und bezahlbar halten.

Mobilität schafft Perspektiven

„Ein Ausbildungsplatz darf nicht daran scheitern, dass sich ein junger Mensch den Führerschein nicht leisten kann“, sagt Delfino Roman, Präsident der Handwerkammer Hildesheim-Südniedersachsen. „Eine Reduzierung der Kosten und eine bessere Zugänglichkeit zur Mobilität sind entscheidend, um junge Fachkräfte in diesem Bereich zu unterstützen. Das gilt ganz besonders für das Handwerk im ländlichen Raum.“ Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte bereits einen staatlichen Zuschuss für Auszubildende auf dem Land vorgeschlagen, auch die Bundesregierung hat entsprechende Maßnahmen zugesagt. Allerdings stehen konkrete Schritte weiter aus.

Die Handwerkskammer appelliert deshalb an die Bundespolitik, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen:
„Eine funktionierende Wirtschaft braucht Mobilität. Gerade für junge Menschen darf der Führerschein deshalb nicht zum Luxus werden“, ergänzt Roman. „Denn berufliche Chancen brauchen auch die Möglichkeit, sie zu erreichen.“

Yannik Herbst

Teamleiter Kommunikation und Pressesprecher

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