Deutsche Meisterschaft im Handwerk
Wie läuft die Meisterschaft ab?
Die Meisterschaft findet jedes Jahr nach den Gesellen- und Abschlussprüfungen im Sommer statt. Sie ist in drei Ebenen gestaffelt:
Wie werden die Besten ermittelt?
Es gibt drei unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Ebenen ermittelt werden:
- durch den Vergleich der Prüfungsergebnisse der Abschluss- und Gesellenprüfung,
- durch eine praktische Arbeitsprobe oder
- durch die Bewertungen des Gesellenstückes.
Das jeweils angewandte Verfahren hängt vom Wettbewerbsberuf ab.
Wer ist teilnahmeberechtigt?
Zur Teilnahme berechtigt sind Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, die
- ihre Gesellen- oder Abschlussprüfung in der Zeit vom Winter des Vorjahres bis zum Sommer des Wettbewerbsjahres abgelegt haben und
- zum Zeitpunkt der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung nicht älter als 27 Jahre sind, also das 28. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und
- im praktischen Prüfungsbereich mindestens 81 Punkte und in der Gesamtnote der Gesellenprüfung mindestens 74 Punkte erreicht haben, sofern nicht praktische und theoretische Prüfungsbereiche getrennt ausgewiesen werden.
In diesem Fall muss das Ergebnis mindestens „gut“ (81 Punkte) im praktischen und „befriedigend“ (67 Punkte) im theoretischen Prüfungsbereich sein.
Darum lohnt sich die Teilnahme
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können einer breiten Öffentlichkeit ihr Leistungsvermögen im erlernten Beruf präsentieren. Neben Ruhm und Ehre, Festveranstaltungen und Geschenken winkt ab einem Podiumsplatz auf Landesebene die der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung. Das Programm stellt bis zu 9.135 Euro für die berufliche Weiterbildung zur Verfügung – damit lässt sich einiges anstellen.
Ausbildungsbetriebe können stolz auf die erfolgreiche Teilnahme ehemaliger Lehrlinge sein. Der Erfolg lässt sich ideal nutzen, um in der Öffentlichkeit für Ausbildungsqualität des eigenen Unternehmens zu werben. Dies hilft, auch weiterhin leistungsstarke Nachwuchskräfte zu finden.
Die Gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten
Seit 1989 gibt es parallel zur Meisterschaft auch den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“. Mit diesem Wettbewerb werden Ästhetik und Kreativität in der Ausbildung stärker akzentuiert. Außerdem wird eine breitere Öffentlichkeit auf die Bedeutung individueller Formgebung und Gestaltung im Handwerk aufmerksam gemacht.
Die Meisterschaft und der Wettbewerb „Die Gute Form“ werden auf der Grundlage von bundesweit geltenden Richtlinien des Zentralverbands des Deutschen Handwerks durchgeführt.