Putzbrunn, DEU, 29.07.2014, Schlagwort(e): Bau, Construction, Baustelle, Construction Site, Handwerk, Trade, HandwerkMarketing, Lachner, Maurer
argum / Falk Heller
Putzbrunn, DEU, 29.07.2014 Das Berufsbild des Maurers.

Konjunkturbericht für das 4. Quartal 2019

Positiver Abschluss des Jahres 2019. Die konjunkturelle Lage des Handwerks verbleibt, wenn auch mit geringeren Wachstumsraten, auf hohem Niveau. Stabile Geschäftslage für das 1. Quartal 2020 erwartet.

Die konjunkturelle Lage im Hildesheimer und Südniedersächsischen Handwerk ist auch im 4. Quartal 2019 positiv gestimmt. Der Geschäftslagenindikator erreichte 79 Punkte (80) und lag damit 1 Punkt über dem Vorjahreswert. Damit verbleibt die konjunkturelle Lage des Handwerks im Bereich eines Hochs und befindet sich, wenn auch nicht mehr ganz so dynamisch, in einer konjunkturell starken und soliden Phase. Es ist zu beobachten, dass die Indikatoren (gleitenden Durchschnitte) geringere Wachstumsraten aufzeigen und dass das starke Wachstum der vergangenen Jahre etwas an Schwung verloren hat. Jedoch geschieht dies weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Es verzeichneten 30 % (33 %) der Betriebe Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorquartal. Die Beschäftigung blieb relativ konstant. Die Betriebe haben überwiegend, 72 % (65 %), keine personellen Veränderungen vorgenommen. Die Auslastung des Personals betrug 89 % und damit 3 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal. Die Auslastung befindet sich weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Rund 46 % (56 %) der Betriebe waren nahezu voll ausgelastet bzw. arbeiteten mit Überstunden. Die Auftragsreichweiten verzeichneten einen leichten Rückgang auf 8,2 (8,7) Wochen und befindet sich damit unter dem Vorjahresniveau von 9,1 Wochen. Die Nachfrage nach handwerklichen Dienstleistungen bleibt hoch. Der überwiegende Teil der Handwerksunternehmen verfolgt, wie schon in den Vorquartalen, eine konstantere Preispolitik, jedoch mit Steigerungstendenzen. Ein Teil der Betriebe konnte am Markt höhere Preise durchsetzen. Jedoch vermieden 62 % (67 %) eine Preisänderung. Auf der Beschaffungsseite sind die Handwerksbetriebe wieder hohem Preisdruck ausgesetzt. Der Einkaufsindikator ist deutlich gestiegen und befindet sich mit 81 Punkten auf dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem Vorquartal wurde ein Anstieg von 8 Punkten verzeichnet. Die branchenübergreifende temporäre Entspannung der letzten beiden Quartale hielt somit nicht weiter an. Die Investitionstätigkeit war weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau und verzeichnet in der Tendenz einen Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil investierender Betriebe mit 86 % (87 %) leicht verringert. Im Wesentlichen haben 63 % der Handwerksunternehmen Ersatzinvestitionen und 33 % Erweiterungsinvestition vorgenommen. Insgesamt ist nach wie vor eine hohe Investitionsbereitschaft im Handwerk erkennbar.

Die Geschäftslage des Bauhauptgewerbes bleibt auf einem hohen Niveau. Jedoch ist die Dynamik, u.a. wegen saisonaler Aspekte, nicht mehr ganz so ausgeprägt. 95 % der Betriebe bewerten die konjunkturelle Lage mit gut oder befriedigend.

Die konjunkturelle Lage des Ausbaugewerbes stabilisiert sich weiterhin auf einem Topniveau. Die überwiegende Anzahl der Betriebe, 79 %, berichtet von einer konstanten Beschäftigungslage.

Die Stimmung des Investitionsgüterhandwerks wirkt, nach vergangener angespannteren konjunkturellen Lage, wieder freundlicher. 59 % der Betriebe bewerten die Geschäftslage als gut. Trotz der konjunkturellen Abkühlung befindet sich der Geschäftslagenindikator auf einem hohen Niveau.

Die konjunkturelle Entwicklung des Kfz-Handwerks hat sich etwas stabilisieren können. Die Betriebe verzeichneten gegenüber dem Vorquartal eine bessere Entwicklung. Allerdings sind negative Tendenzen nach wie vor vorhanden. 30 % der Betriebe berichten von Umsatzrückgängen.

Die Stimmung des Konsumgüter- und Dienstleistungshandwerks wirkt freundlicher. Dieser Umstand ist insbesondere auf eine gegenüber dem Vorquartal deutliche Umsatzsteigerung zurückzuführen. 48 % der Betriebe berichten von steigenden Umsätzen im 4. Quartal 2019.

Die konjunkturelle Lage des Nahrungsmittelhandwerks stabilisiert sich etwas. Dies ist vor allem auf die konstantere Umsatzentwicklung sowie einer positiveren Beschäftigungssituation zurückzuführen. Demnach berichteten 83 % der Betriebe von konstanten Umsätzen und 17 % von einem Beschäftigungsaufbau.

Die Geschäftslage des Gesundheitshandwerks bleibt nach wie vor freundlich und auf einem hohen und überdurchschnittlichen Niveau. Der Geschäftsklimaindikator erreichte 89 Punkte. 33 % der Betriebe berichteten von Umsatzsteigerungen.

Im regionalen Vergleich verlief die konjunkturelle Entwicklung in den Regionen Holzminden und Osterode am Harz am besten. Die Region Hildesheim befand sich auf dem Niveau des Durchschnitts. Die Entwicklung des Handwerks in den Regionen Göttingen und Northeim lag leicht unter dem Wert des Handwerksdurchschnittes. Insgesamt war die konjunkturelle Entwicklung bei allen Regionen auf einem guten Niveau.



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Patrick Blum

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