E-Vergabe
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Öffentliche Ausschreibungen nur noch im Internet

Das müssen Handwerksbetriebe bei der elektronischen Vergabe beachten.

Handwerker, für die öffentliche Aufträge keine Rolle spielen, können sich beim Thema elektronische Vergabe, kurz e-Vergabe, entspannt zurücklehnen. Für ihre Kundenakquise ändert sich nichts. Doch alle anderen müssen sich darauf einstellen, dass öffentliche Ausschreibungen immer häufiger auf Online-Vergabeportalen erscheinen und nicht in Tageszeitungen. Und das ist nur der erste Schritt bei der Digitalisierung des Vergabewesens. Nach einer Übergangsfrist werden nicht nur die Ausschreibungen ins Internet umziehen, sondern für die meisten Auftragsarten der gesamte Vergabeprozess.

Unternehmen können ihre Angebote dann nicht mehr in Papierform abgeben, sondern nur noch über eine digitale Plattform. Für europaweite Ausschreibungen gilt bereits eine ausschließliche Einreichung der Vergabeunterlagen über Internetplattformen, wie zum Beispiel vergabe.niedersachsen.de.

Was wird jetzt für Betriebe wichtig?

  • Einen Überblick über die Portale in der Region verschaffen
  • Bei Angeboten auf Zuschlagskriterien achten (es zählt beispielsweise nicht nur der Preis, sondern ökologische Aspekte etc. stehen im Vordergrund)
  • Nur die zur Verfügung gestellten Originaldokumente verwenden
  • Sämtliche Anlagen und Erklärungen beifügen
  • Alle vom Auftraggeber geforderten Preise, so wie gefordert eintragen, keine Mischkalkulation

Sobald Betriebe die Formulare fristgerecht eingereicht haben, erfolgt bei der Vergabestelle die Submission bzw. der Eröffnungstermin. Auch dieser wird digital durchgeführt, so dass jeder Schritt protokolliert wird. Das Ergebnis der Submission wird jedem Beteiligten innerhalb weniger Minuten per EMail mitgeteilt.

Was sind typische Fehler?

  • Anschreiben mit den eigenen AGB’s oder anderen Bedingungen versenden
  • Fehlende Eigenerklärung (habe ich, haben die Mitarbeiter meines Unternehmens die nötigen Qualifikationen?)
  • Keine Änderungen/Ergänzungen vornehmen (keine Streichungen, Randnotizen, nicht vorgesehene Eintragungen)

Hendrik Böker, Beauftragter für Innovation und  Technologie bei der HWK, stellt bei seinen Beratungen fest, dass sowohl Vergabestellen als auch Handwerksbetriebe sich an das neue elektronische Verfahren angepasst haben. „Bereits jetzt bemerken viele Betriebe, dass sich durch die eVergabe sowohl Kosten als auch Arbeitszeit einsparen lassen“, so Böker. Am Ende würden dank des neuen Verfahrens auch unnötige Ausdrucke auf Papier eingespart und somit ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Auf welchen Plattformen finde ich Ausschreibungs- und Vergabeverfahren?

Mehr Informationen zum Thema: Hendrik Böker, Beauftragter für Innovation und Technologie*, 05121 162 114, hendrik.boeker@hwk-hildesheim.de

* Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Böker_Hendrik Böker

Hendrik Böker

Beauftragter für Innovation und Technologie

Braunschweiger Straße 53
31134 Hildesheim
Tel. 05121 162-114
Fax 05121 703432
hendrik.boeker--at--hwk-hildesheim.de