Eingeschworene Gemeinschaft: Sie alle haben hart für ihr berufliches Ziel ¿ den Meistertitel ¿ gearbeitet.
HWK
Eingeschworene Gemeinschaft: Sie alle haben hart für ihr berufliches Ziel ¿ den Meistertitel ¿ gearbeitet.

Meistervorbereitung: Ein sicheres Fundament

16 angehende Maurer- und Betonbauermeister fiebern im BBZ Hildesheim-Göttingen der Abschlussprüfung und damit einem entscheidenden Schritt für ihre berufliche Zukunft entgegen.

Die Gründe für eine Weiterbildung zum Handwerksmeister sind so individuell wie die Menschen, die sich dafür entscheiden. Deshalb ist der Aufbau des Vorbereitungskurses zum Maurer- und Betonbauermeister des Berufsbildungszentrums Hildesheim-Göttingen bewusst breit aufgestellt. Von den fachspezifischen Inhalten aus dem Gebiet der Statik, Werkstoffkunde, Architektur, des Bautenschutzes, Bauingenieurwesens oder der Bauplanung bis hin zu einer baugeschichtlichen Exkursion durch das historische Hildesheim erweiterten und vertieften die Teilnehmer in den vergangenen Wochen ihr bautechnisches Wissen in den Teilen I und II des Meisterkurses bei Lehrgangsleiter Marcus Hüls: „Wir legen bei allen Themen viel Wert darauf, dass wir mit absoluten Spezialisten aus der Praxis zusammenarbeiten. Unsere Dozenten sind namhafte Architekten, Statiker und Bauingenieure. Hinzu kommen Gastdozenten von Spezialfirmen im Bereich besonderer Baustoffe, z.B. zum Schallschutz oder zur Abdichtung von Gebäuden.“

Mit dem Meister in die Selbstständigkeit
Für viele der zukünftigen Maurermeister war das Karriereziel der Selbstständigkeit die ausschlaggebende Motivation. Den elterlichen Betrieb übernehmen, eine Neugründung anstreben oder langfristig den eigenen Chef ablösen und für den Fortbestand des Unternehmens sichern – es gibt nicht den einen Weg, sondern ihren ganz individuellen. Die Berater*innen der Wirtschaftsförderung der HWK Hildesheim-Südniedersachsen unterstützen Interessierte gern dabei.

Zu alt für den Meister?
Den Meister nicht machen zu können, weil man zu alt dafür sei, ist genauso unsinnig wie die Behauptung, zu schmutzig zum Duschen zu sein. Mit diesem Vorurteil räumen auch die Teilnehmer des aktuellen Maurermeisterkurses auf. Zimmerermeister Carsten Peters ist 5o, sein Mitstreiter Jens Nennstiel 48 Jahre alt. Beide haben das gleiche Ziel: Nach vielen schönen aber auch körperlich anstrengenden Jahren auf dem Bau soll ein Richtungswechsel her. Peters will sich auf administrative Tätigkeiten und die Bauleitung im eigenen Betrieb konzentrieren und Nennstiel plant einen Wechsel in die Beratung, etwa zur Sicherheit auf Baustellen oder als Sachverständiger. Beide sehen den Meistertitel als natürlichen Schritt im Rahmen ihrer persönlichen lebenslangen Weiterbildung.

Individuelle Karriereplanung
Der Meistertitel ist der Eintritt in die höhere Berufsbildung. Die Zugänge sind dabei oftmals ganz verschieden. Nennstiel und Peters haben jahrzehntelange Erfahrung als Geselle oder Meister eines anderen Gewerks, Tim Tschirpig ist gerade erst 21 Jahre alt und Maximilian Pöllmann und Jonas Hermesch haben als Studienaussteiger vorher Universitätsluft geschnuppert, um sich schließlich bewusst für den Meister zu entscheiden. Der gelernte Industriekaufmann René Hasselmann hat sich seinen Zugang zum Meister durch langjährige Berufserfahrung gesichert. So unterschiedlich all ihre Wege auch sind – der Wunsch nach flexibler und individuell auf sie zugeschnittener Karriereplanung schweißt sie zusammen.

Vorbereitung ist alles
Die insgesamt 16 Meisteranwärter im Kurs befinden sich nun in den letzten Zügen der fachpraktischen und -theoretischen Prüfungsvorbereitung im BBZ Göttingen. Den ersten Teil der Prüfung, die praktischen Situationsaufgaben zum „Mauerwerk aus künstlichen Steinen“ und dem korrekten „Vermessen“ haben sie bereits hinter sich gebracht. Mitte Juni gilt es dann die dreitägige Meisterprüfungsarbeit zu absolvieren, die den kompletten Entwurf eines Gebäudes beinhaltet – inklusive Raumaufteilung, Ansichten und Grundrissen. Klassischerweise übernimmt das bei einem Bauprojekt der Architekt. Dass das auch für einen Maurer- und Betonbauermeister relevant ist, weiß Teilnehmer Hauke Henning: „Ich bin im Rahmen meiner Arbeit auf vielen Kleinbaustellen tätig. Hier ist es wichtig, über alle Bauprozesse einen Überblick zu haben und auch mit der Planung wie z. B. statischen Berechnungen vertraut zu sein. Dass die Dozenten Experten aus der Praxis sind, ist hier sehr hilfreich.“ Komplettiert wird die Meistervorbereitung durch den rechtlichen, kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Teil III und den arbeitspädagogischen Teil IV, die die Teilnehmer flexibel um die fachspezifischen Teile planen können.

Der nächste Meistervorbereitungskurs für die Maurer- und Betonbauer startet am 21. Oktober 2019 und endet am 08. Mai 2020.
Informationen und Anmeldung: Nina Vollmer, 05121 162 212, nina.vollmer@hwk-hildesheim.de

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Nina Vollmer

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Tel. 05121 162-212
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Petra Korsch

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