Konjunkturbericht für das 1. Quartal 2017

Handwerk startet schwungvoll ins Jahr 2017

Mit einem neuen Bestwert für ein 1. Quartal startete das Hildesheimer und Südniedersächsische Handwerk ins Jahr 2017 und nahm die gute Stimmung aus dem Jahr 2016 mit. Der Geschäftsklimaindikator lag im ersten Quartal 2017 bei 65 Punkten und damit auf einem sehr hohen Niveau. Im Jahresvergleich verbesserte sich die Geschäftslage um 2 Punkte. Im Jahresdurchschnitt blieb die Lage im Allzeithoch von 70 Punkten. Die Geschäftslage verzeichnete saisonatypisch nur einen leichten Rückgang. Die Erwartungen über die weitere Entwicklung werden kontinuierlich besser. Damit wird die aktuelle als auch die zukünftige Entwicklung so gut wie noch nie beurteilt, das Handwerk blickt optimistisch in die Zukunft. Die Umsatzentwicklung befindet sich im Jahresdurchschnitt in einer stabilen Seitwärtsbewegung. Die Beschäftigung ging per Saldo saisonbedingt um 5 % leicht zurück. Dreiviertel der Betriebe verzeichnen einen konstanten Beschäftigungsstand. Die Auslastung des Personals war mit 87 % etwas höher als im Vorjahresquartal und damit weiter auf einem soliden Level. Die Einkaufpreise stiegen überdurchschnittlich stark an, während die Verkaufspreise nur schleppend folgten. Die Auftragsbestände stiegen im Vergleich zum letzten Quartal sowie im Jahresdurchschnitt leicht an. Dies zeigt, dass der Beschäftigungsaufbau aufgrund des Fachkräftemangels der anhaltend hohen Nachfrage nicht folgen kann. Die Investitionstätigkeit sank geringfügig zum Vorquartal, befindet sich jedoch weiterhin auf gutem Niveau.

Das Bauhauptgewerbe bleibt auf solidem Niveau, zeigt aber bis auf die Beschäftigungsentwicklung nur eine geringe Dynamik.

Im Ausbaugewerbe werden ständig neue Bestmarken gesetzt. Mit Abstand belegt die Branche den Spitzenplatz im Branchenranking.

Die Konjunktur bei den gewerblichen Dienstleistern, Zulieferern und Herstellern von Investitionsgütern zieht wieder an und gewinnt deutlich an Fahrt.

Das Kfz-Handwerk bleibt im Konjunkturhoch. Die Nachfrage nach Neuwagen ist nachhaltig und treibt die Konjunktur.

Die Konsumgüter- und Dienstleistungshandwerke profitieren derzeit nicht vom guten Ausgabeverhalten der Privathaushalte. Die Ausgabenströme gehen zum Teil an dieser Branche vorbei. Es gibt jedoch Anzeichen, dass sich die Konjunktur nicht weiter abkühlt.

Im Lebensmittelhandwerk trübte sich die Geschäftslage deutlich ein. Ursache war eine schwache Nachfrage und damit einhergehend eine deutlich gesunkene Auslastung.

Die konjunkturelle Erholung in den Gesundheitshandwerken geht weiter. Eine hohe Investitionsbereitschaft und eine steigende Auslastung halten die Geschäftslage auf gutem Niveau.

Die Regionalentwicklung verläuft im Jahresdurchschnitt in der Region Göttingen am besten. Die regionalen Unterschiede werden wieder größer, bleiben aber im Korridor der letzten Jahre. Die ungünstigste Entwicklung gab es in der Region Osterode.



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Reiner Strunk-Lissowski

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