Konjunkturbericht 3. Quartal 2017

Kapazitäten sind weiterhin voll ausgelastet

Die Konjunktur im Hildesheimer und Südniedersächsischen Handwerk verbleibt auf einem sehr hohen Niveau. Der Geschäftsklimaindikator lag im dritten Quartal 2017 bei 72 Punkten und entsprach damit dem Topwert aus dem Vorjahresquartal. Die Stimmung ist weiterhin positiv. Die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung sind besser als im Vorjahresquartal. Die Handwerksbetriebe blicken kontinuierlich seit Anfang des Jahres sehr optimistisch in die Zukunft. Der Umsatzindikator lag bei 54 von 100 möglichen Punkten. Die saisonbereinigte Umsatzentwicklung ist überdurchschnittlich und befindet sich in einer stabilen Seitwärtsbewegung. Per Saldo stellten 15 % der Betriebe neues Personal ein. Der Beschäftigungsindikator erreichte 58 Punkte. Das ist der höchste Indikatorwert seit 5 Jahren. 69 % der Betriebe verzeichnen eine stabile Beschäftigung. Die Auslastung des Personals war mit 94 % etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorquartal und damit weiter auf einem absoluten Spitzenniveau. Die steigende Dynamik auf den Weltmärkten wirkt sich auf die Beschaffungspreise aus. Die Beschaffungskosten stiegen an. Teilweise gelang es den Handwerksunternehmen die gestiegenen Einkaufspreise auf die Kunden zu überwälzen. Größtenteils blieben die Verkaufspreise aber konstant. Die Auftragsbestände waren überdurchschnittlich hoch. Der solide Beschäftigungsaufbau im aktuellen Quartal führte nicht zum deutlichen Abbau der Auftragsbestände. Die Nachfrage nach handwerklichen Leistungen ist weiterhin sehr hoch.  Der Anteil von investierenden Handwerksunternehmen lag bei 84 % und zeigte insgesamt die hohe Investitionsbereitschaft im Handwerk. 

Das Bauhauptgewerbe verbleibt auf einem hohen Niveau. Die Geschäftslage ist positiv.

Das Ausbaugewerbe belegt im Branchenvergleich wieder den Spitzenplatz. Mit Abstand wird die aktuelle Geschäftslage am besten bewertet.

Die Konjunktur bei den gewerblichen Dienstleistern, Zulieferern und Herstellern von Investitionsgütern ist freundlich.

Nach einer guten ersten Jahreshälfte kühlte sich die Konjunktur im Kfz-Handwerk etwas ab, bleibt aber auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

Die Stimmung in Konsumgüter- und Dienstleistungshandwerke bleibt trotz rückläufiger Umsatzentwicklung positiv.

Die Konjunktur im Nahrungsmittelhandwerk entwickelt sich erfreulich. Die Handwerksbetriebe verzeichnen gestiegene Umsätze.

Die konjunkturelle Lage im Gesundheitshandwerk bleibt auf gleichem Niveau. Die Investitionsbereitschaft ist sehr hoch.

Im Regionalvergleich konnte die Göttinger Handwerkswirtschaft ihre Spitzenposition festigen. Der Abstand zu den anderen Regionen bleibt gering, keine Region verliert den Anschluss.

Reiner Strunk-Lissowski

Abteilungsleitung Wirtschaftsförderung

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