JA zum Meister
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Große Koalition holt Meisterpflicht für 12 Handwerke zurück

Änderung der Handwerksordnung bereits zum 1. Januar 2020. Bereits bestehende Betriebe in den betroffenen Gewerken haben Bestandsschutz.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD im Bundestag, Carsten Linnemann und Sören Bartol, haben sich darauf geeinigt, in zwölf Gewerken zur Meisterpflicht bei einer Betriebsgründung zurückkehren zu wollen. Ein Gesetzesentwurf soll nun zügig in den Bundestag eingebracht werden. Am 1. Januar soll dann bereits die neue Handwerksordnung in Kraft treten.

Um diese zwölf Handwerke geht es dabei: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter und Orgel- und Harmoniumbauer.

Der Beschluss sieht vor, dass für bestehende Betriebe ein Bestandschutz gilt, so dass kein Handwerker ohne Meistertitel aus den Gewerken um den Fortbestand seines Unternehmens fürchten oder die Meisterprüfung nachholen muss.

Mit der Neuregelung kommen zwölf von 52 Gewerken aus der Anlage B1 zurück in die Anlage A der Handwerksordnung.