Azubiticket
Jeffrey Czum

Auf dem Weg zur Gleichstellung

Das Handwerk fordert bessere Unterrichtsversorgung an Berufsbildenden Schulen und Azubiticket für Niedersachsen.

Die Landesvertretung der niedersächsischen Handwerkskammern (LHN) und der Deutsche Gewerkschaftsbund Niedersachsen (DGB) sind sich einig: Die duale Bildung ist genauso wichtig wie die akademische. Sie fordern deshalb von der Landesregierung, die Lehrerversorgung an den Berufsschulen zu verbessern. Der gewerkschaftliche Dachverband und die Kammern kritisieren, dass seit vielen Jahren Lehrkräfte an den Berufsschulen fehlen. Dr. Hildegard Sander, Hauptgeschäftsführerin der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen, erklärt: „Während die Unterrichtsversorgung an Gymnasien und Grundschulen bei über 100 Prozent liegt, müssen sich die Auszubildenden an den Berufsschulen mit unterdurchschnittlichen 90,7 Prozent begnügen. Die Landesregierung muss die Unterrichtsversorgung kontinuierlich verbessern, um die Berufsschulen zukunftsfest zu machen.“

Ein weiteres Problem liegt in der Belastung der Auszubildenden durch Fahrtkosten. „Da nicht nur Studenten, sondern vor allem auch Auszubildende oft weitere Anfahrtswege zum Ausbildungsbetrieb oder zur Berufsschule in Kauf nehmen müssen, sollte eine finanzielle Unterstützung vom Land selbstverständlich sein. Aktuell müssen Lehrlinge die Kosten ganz allein stemmen“, beklagt Delfino Roman, Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. Befürwortet wird ein 1-Euro-pro-Tag-Modell, bei dem die Azubis jährlich 365 € für die Nutzung des ÖPNV in Niedersachsen zahlen.

In sechs Bundesländern gibt es landesweite Azubitickets für den ÖPNV bereits bzw. werden sie ab 01. August 2019 eingeführt. Hessen machte vor zwei Jahren den Anfang, fünf weitere Länder (NRW, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Thüringen) entwickelten entsprechende Modelle.

„Wir fordern seit langem die Gleichstellung der dualen und der akademischen Bildung. Hier haben wir ein ganz konkretes Vorhaben, bei dem eine landesweite Regelung dazu beitragen würde, die Attraktivität der Berufsbildung zu steigern“, so Roman.

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Nadine Kornek

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Stefan Pietsch

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