Uwe Hinz wünscht Karl-Heinz Bertram und Detlef Struck (von links) - stellvertretend für das gesamte kreisholzmindener Handwerk - alles Gute für die Zukunft.
KH Holzminden
Uwe Hinz wünscht Karl-Heinz Bertram und Detlef Struck (von links) - stellvertretend für das gesamte kreisholzmindener Handwerk - alles Gute für die Zukunft.

Amtsübergabe: Uwe Hinz übergibt den Staffelstab an Karl-Heinz Bertram

Übergabe der Amtsgeschäfte nach 10 Jahren.

„Nach fast 30 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für das kreisholzmindener Handwerk gehe ich mit einem weinenden Auge“ beschreibt Uwe Hinz anlässlich der Amtsübergabe im „Haus des Handwerks“ seine Gefühlslage. In den vielen Jahren, in denen er sich ehrenamtlich für seine Handwerkskolleginnen und –kollegen eingesetzt hat, habe er Höhen und Tiefen erlebt, so der scheidende Kreishandwerksmeister. Aber vor allem seien in dieser Zeit auch viele Freundschaften gewachsen, die ohne seine Arbeit im Ehrenamt gar nicht entstanden wären und die er auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt natürlich weiterhin pflegen werde.

Was waren die Beweggründe für seinen Abschied? „Nach über 40 Jahren selbstständiger Tätigkeit habe ich vor kurzem meinen Betrieb in jüngere Hände übergeben. Damit ist der Fortbestand des Betriebes gesichert und die vorhandenen Arbeitsplätze werden erhalten. Besser kann man es sich nicht wünschen“, so Uwe Hinz. Geschäftsführer Ronald Tolle erläutert die sich daraus ergebenden Folgen: „Die Ausübung eines Ehrenamtes ist an die Eintragung in die Handwerksrolle gebunden. Mit der Beendigung der Selbstständigkeit endet somit auch die Berechtigung zur Ausübung der Ehrenämter in der Handwerksorganisation.“

Der reibungslose Übergang ist gewährleistet: Karl-Heinz Bertram, seit 2008 stellvertretender Kreishandwerksmeister, übernimmt nahtlos die Amtsgeschäfte: „Natürlich sind wir alle traurig, mit Uwe Hinz – quasi das offizielle Gesicht des Handwerks im Landkreis Holzminden - gehen lassen zu müssen. Die betrieblichen und persönlichen Gründe haben selbstverständlich Vorrang und wir respektieren seine Entscheidung vollumfänglich.“

Wie beschreibt Uwe Hinz zurückblickend die vergangenen zehn Jahre als Kreishandwerksmeister? „Anstrengend. Fordernd. Aber mit vielen positiven Erinnerungen. Es waren prägende Jahre, für die Wirtschaft allgemein, das Handwerk und die Kreishandwerkerschaft. Ich erinnere mich beispielsweise an die Finanz- und Wirtschaftskrise mit ihrem Höhepunkt 2009, die auch das kreisholzmindener Handwerk betroffen hat. Und wie es das Handwerk dann geschafft hat, mit Elan die Wende zu schaffen. Das war sehr beeindruckend. Andererseits war und ist das Handwerk gefordert, die Nachwuchswerbung immer weiter zu intensivieren – verschiedene Faktoren spielten so zusammen, dass wir einen Einbruch bei den Lehrverhältnissen hatten. Aber auch hier konnten wir zumindest eine Stabilisierung verzeichnen. Als Kreishandwerkerschaft haben wir immer geschaut, sowohl innovativ als auch pragmatisch zu agieren. Im Sinne und zum Wohle unserer Mitgliedsbetriebe in den Innungen. Das hat sich ausgezahlt. Besondere Highlights waren natürlich auch unsere Handwerkertage mit vielen namhaften Festrednern und die jährlichen Holzmindener Wirtschaftsgespräche, die wir zusammen mit dem Landkreis ausgerichtet haben.“

Wie beurteilt Karl-Heinz Bertram die vor ihm liegenden Aufgaben? „Wir haben in unseren Innungen viele engagierte Kolleginnen und Kollegen, die sich ehrenamtlich für das Handwerk einbringen und ein super Team in unserer Geschäftsstelle. Im Vorstand der Kreishandwerkerschaft übernimmt jeder einen wichtigen Teil, so dass wir uns die Arbeit gut aufteilen. Ich bin fest davon überzeugt, mit allen zusammen den erfolgreichen Weg, den Uwe Hinz geebnet hat, weitergehen zu können. Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, stellt sich Erfolg ein. Als Teamplayer freue ich mich sehr auf meine neuen Aufgaben. Wir sind Selbstverwaltungsorgan des Handwerks und Interessensvertretung, wir sind Dienstleister und Berater, schlicht: wir sind unheimlich facettenreich – das alles macht meine neue Aufgabe sicher nicht leicht, aber umso spannender.“

Für Uwe Hinz beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt. Detlef Struck, Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft: „Wir danken Uwe Hinz für die vielen Jahre, in denen er unsere Kreishandwerkerschaft hervorragend repräsentiert hat. Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt in unserem Team waren immer angenehm und zielführend. Wir wünschen ihm sehr viele schöne Jahre und dass er jetzt das tun kann, was ihn erfüllt und Freude bereitet, ohne Verpflichtungen und terminliche Enge.“

Uwe Hinz abschließend: „Ich trete leise zurück in die zweite Reihe und schaue mir Eure Arbeit jetzt aus einem anderen Blickwinkel an. Ich verspreche Euch, auch in Zukunft offene Augen für die Entwicklung des Handwerks zu haben“, so der scheidende Kreishandwerksmeister.