Lehrling des Monats März 2008

Marvin Zimbal und Ausbilder Gerald Siegmund / © HWKLupe
Marvin Zimbal und Ausbilder Gerald Siegmund / © HWK

Gutes Technikverständnis für komplexe Materie

Handwerkskammer zeichnet Lehrling des Autohauses Peckmann in Einbeck aus.


Seit einem Jahr zeichnet die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen monatlich einen Lehrling in ihrem Bezirk aus, der durch seine besondere Leistung in der Ausbildung auf sich aufmerksam gemacht hat. Jetzt ging dieser Titel erstmals nach Einbeck. Marvin Zimbal, Auszubildender beim Autohaus Peckmann, erhielt vom Präsidenten der Handwerkskammer, Jürgen Herbst, eine Urkunde als Anerkennung und dazu eine Sporttasche. „Wir wollen mit dieser Aktion leistungsfähige Jugendliche vorstellen und auf die qualifizierte Ausbildung im Handwerk hinweisen", erklärte Herbst, als er zusammen mit dem Geschäftsführer der Handwerkskammer, Jürgen Garms, im Betrieb die Ehrung vornahm. Und er begründete, warum gerade Marvin Zimbal ausgewählt wurde: „Er überzeugt durch seine gute Leistungen, und er hat die Fähigkeit, seine Ideen und sein Wissen bei der Arbeit umzusetzen."

Davon sind Siegfried Peckmann, Inhaber des Autohauses, und sein Ausbildungsleiter Gerald Siegmund schon länger überzeugt, weshalb sie den angehenden Kfz-Mechatroniker für die Ehrung vorschlugen. „Marvin ist ein toller Junge", sagte Peckmann. „Er hat eine schnelle Auffassungsgabe, ist aufgeschlossen und bringt das notwendige Technikverständnis mit." Und Siegmund, der den Auszubildenden betreut, ergänzte lobend, dass Marvin seine fachliche Kompetenz eigenständig durch E-Learning erweitere und gut mit den komplexen Anforderungen des Berufes zurechtkomme.

Der 18-Jährige aus Höckelheim hat großen Spaß an der Ausbildung und fühlt sich wohl im Betrieb. „Ich habe mich schon immer für diesen Beruf interessiert", sagt er. Zwei Praktika vor dem eigentlichen Start der Ausbildung haben seine Entscheidung gefestigt.

Seit  1955 gibt es das Autohaus, seit 1999 wird der Betrieb von Siegfried Peckmann geführt. 23 Beschäftigte decken heute den Rundum-Service des Betriebes von Reparaturen bis zum Verkauf ab. Dazu gehören seit jeher Auszubildende. „Junge Leute müssen eine Chance erhalten", betont Peckmann und fügt hinzu, dass sich ein Betrieb auch um seinen eigenen Nachwuchs kümmern müsse. Gegenwärtig lernen vier junge Leute bei Peckmann. „Wir bilden zweigleisig aus", sagt Siegmund. Neben dem Kfz-Mechatroniker, würden Autofachwerker ausgebildet, deren Ausbildungsgang den Schwerpunkt in der Mechanik und Pflege habe und weniger Anforderungen in der komplexen Elektronik des Kraftfahrzeugs stelle. „Wir versuchen, die Ausbildung im Betrieb eng mit dem Unterricht in der Schule und dem Ausbildungsplan zu verzahnen", betont Siegmund, der sich auch in der Innung sehr für das Thema Ausbildung engagiert. So festige sich der Lernstoff besser. Wichtig sei ihm im Betrieb die tägliche Besprechung mit den Auszubildenden, in der es um betriebliche und technische Neuigkeiten gehe und in der die Lehrlinge „meckern" könnten. Gelegentlich werde die Zeit auch am Computer verbracht, damit die jungen Leute ihre Kenntnisse vertiefen könnten. Er versuche, alle Auszubildenden zu begeistern, sagt Siegmund und das funktioniere meistens, indem er ihnen Anerkennung und Verständnis entgegenbringe. Bei Marvin hat er ein leichtes Spiel - jetzt im 2. Lehrjahr weiß er, dass der Beruf genau das Richtige für ihn ist. Er ist motiviert und möchte noch viel lernen.

Seite aktualisiert am 26. Mai 2008online seit 23. April 2008

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