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Berufsorientierung im Berufsbildungszentrum (JumbO)

Entscheidungshilfe: Im Berufsbildungszentrum konnten Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrung sammeln. Der Exkurs in die Werkstatt soll bei der Berufsorientierung helfen.

 

Ausbildungsbetriebe kritisieren immer wieder die ungenügende Ausbildungsfähigkeit junger Menschen und wünschen sich, dass der Unterricht stärker an den Anforderungen der Arbeitswelt orientiert ist. Mit einem neuen praxisorientierten Projekt, das Jugendliche bei der Berufsorientierung unterstützt, machen mit der Renata-Schule und der Freiherr-von-Stein-Schule zwei Hildesheimer Realschulen einen weiteren Schritt in diese Richtung. Im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen erhielten jetzt rund 150 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgänge die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Berufsgruppen zu entdecken.

"Zwei Wochen haben sie in Vollzeit in unseren Werkstätten „gearbeitet" und dabei verschiedene Berufsfelder kennengelernt", erläutert Torsten Beez (Projektleiter im BBZ). „Für die Schüler waren die Arbeitstage mit den handwerklichen Aufgaben eine Herausforderung, die mit viel Ehrgeiz und Spaß gemeistert wurde. Kompliment an die Schülerinnnen und Schüler."

Drei Tage in jedem Gewerk

Es standen vier Berufegruppen mit einer Kombination aus jeweils drei Gewerken zur Auswahl, so dass in jeder Gruppe unterschiedliche Anforderungen angesprochen wurden, zum Beispiel die Kombination Tiefbau - Büro - Kfz oder Informationstechnik - Verkauf - Metall. Jeder Schüler verbrachte jeweils drei Tage in den 3 Gewerken seiner gewählten Kombination, um dort überwiegend praktisch zu arbeiten und grundlegende Tätigkeiten zu erproben. Dafür hatten die Lehrwerkmeister des Berufsbildungszentrums unterschiedliche Aufgaben zusammengestellt, z.B. Lötübungen und das Zusammensetzen eines Netzkabels für einen Computer in der Informationstechnik. „In der Metallwerkstatt habe ich eine Blechkiste gebogen und ein Bügelschloss hergestellt", erzählt Niklas. „Ich habe noch nicht viel mit Werkzeugen und Maschinen gearbeitet. Aber die Aufgaben haben großen Spaß gemacht." Wie er, war der überwiegende Teil der Jugendlichen mit großer Konzentration bei der Sache. Ungewohnt für die meisten: „Das lange Stehen."  Das Projekt wurde von Lehrkräften aus den beiden Schulen intensiv begleitet.

Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler

Beez findet es gut, dass die Schülerinnen und Schüler die für sie neuen Aufgaben durchgehalten haben und auch für Aufgaben in den Bereichen offen waren, „für die sie sich nicht sofort entschieden hätten." So hätten sie eine Idee von der Bandbreite des Handwerks erhalten und Erfahrungen machen können, die eine Hilfe für die spätere Berufsentscheidung sind.

Mit einem Online-Test der Initiative IT-Fitness konnte der zukünftige Berufsnachwuchs ferner im EDV-Zentrum des Berufsbildungszentrums ihre Computerkenntnisse auf die Probe stellen. Im Unterricht sollen die zwei Wochen nun ausgewertet werden. Und 2010 kommen die nächsten 8-Klässler.      

Das Projekt wird vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Stadt Hildesheim (Ansprechpartner: Fachbereich Jugend und Soziales, Jörg Aschemann) gefördert.

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Ihre Ansprechpartnerin:
Marion Kammritz

 

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