Lehrling des Monats Januar 2010

Lehrling des Monats Januar 2010

Volles Engagement für Lebensmittel

Erstmals erhalten drei Auszubildende gleichzeitig die Auszeichnung zum Lehrling des Monats. Die angehenden Fleischer lernen bei der Börner-Eisenacher GmbH in Göttingen.

Die Standards sind hoch, die Anforderungen werden immer vielfältiger. Angesichts hoch technisierter Produktionsvorgänge ist es für das Fleischerhandwerk wichtig, qualifizierten Nachwuchs heranzubilden. Frank Walter Eisenacher, Geschäftsführer der Börner-Eisenacher GmbH in Göttingen, freut sich daher schon jetzt, in wenigen Monaten drei neue Gesellen zu seinen Fachkräften zählen zu können. Seit 2007 sind Christopher Schulz (24), Sebastian Barwicki (22) und Marco Wiesner (20) in seinem Betrieb in der Ausbildung. „Sie sind gleichermaßen gut, zuverlässig, denken mit,  sind computerorientiert und zeigen weit mehr, als man während der Ausbildung erwartet“, bringt es Eisenacher auf den Punkt. Für ihre erstklassigen Leistungen während der Ausbildung zeichnete Handwerkskammerpräsident Jürgen Herbst die drei nun im Betrieb als „Lehrling des Monats“ aus. Lobend hob er ihr Verständnis für Fertigungsmaschinen und -technologien, Verpackungsarten und den Umgang mit dem Warenwirtschaftssystem hervor.

Während zwei der jungen Männer nach dem Start einer Ausbildung zum Koch ins Fleischerhandwerk gewechselt sind, hat der dritte das Interesse für den Beruf von klein auf über die in diesem Handwerk tätige Verwandtschaft entwickelt. Alle drei schätzen die Vielfalt der Aufgaben und die Teamarbeit.  „Regelmäßig werden bei uns in der Ausbildung die Positionen gewechselt“, betont Ausbildungsleiter Otto Logies, „damit die Auszubildenden alle Bereiche der Produktion verinnerlichen.“ Seit 2004 gehört es zu den Unternehmenszielen des Göttinger Wurstproduzenten, jährlich mindestens zwei Auszubildende in der Produktion einzustellen. „Qualität steht bei uns ganz weit oben“, sagt Eisenacher. Und Ausbildung gehöre eindeutig dazu, betont er seine Verbundenheit zum Handwerk.

Eisenacher hat die Geschäftsführung des 125 Jahre alten Unternehmens 1991 übernommen. In der 4. Generation agiert das mittelständische Familienunternehmen heute mit rund 120 festangestellten Beschäftigten. Der Vertrieb seiner Produkte läuft bis auf einen jüngst bei der Produktionsstätte eröffneten Laden über Warenhäuser und Discounter. Nach der BSE-Krise, die den Betrieb schwer traf, hat er konsequent auf Innovationen gesetzt und viel in die Entwicklung neuer Produkte und Verpackungstechnologien investiert. Im Unternehmen sind Innovationsprozesse fest verankert. Für sein Innovationsmanagement wurde Börner-Eisenacher ausgezeichnet.  Die drei Auszubildenden ziehen heute schon mit und planen, ihr Wissen bald mit der Meisterprüfung zu vertiefen.

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