Lehrling des Monats November 2009
Beraten und Verkaufen sind ihr Ding
Jaqueline Schade hat eine kleine Tochter. Und ihre Ausbildung bei der Fleischerei Kadel in Fürstenberg zieht sie engagiert und mit guten Leistungen durch.
Gute Leistungen in der Ausbildung und zugleich volle Aufmerksamkeit für die kleine Tochter: Jaqueline Schade, Auszubildende zur Fleischereifachverkäuferin bei der Fleischerei Kadel in Fürstenberg, verbindet beides optimal. Die 23-Jährige aus Beverungen arbeitet in ihrer Teilzeitausbildung zielorientiert und engagiert auf die Gesellenprüfung im kommenden Jahr hin. „Sie ist ein tolles Vorbild für andere junge Mütter“, urteilt Susanne Kos. Jaqueline arbeite eigenverantwortlich und verstehe es, andere Auszubildende zu motivieren und ihnen insbesondere bei theoretischen Fragen des Berufes unterstützend zur Seite zu stehen. Dafür gab es nun die Auszeichnung zum Lehrling des Monats November. Handwerkskammerpräsident Jürgen Herbst und Geschäftsführer Jürgen Garms nutzten diesen Anlass zum Besuch des Betriebes.
Mit fünf Filialen und 43 Angestellten inklusive der aktuell 13 Auszubildenden zählt die Fleischerei zu den größeren Betrieben. Zehn Mitarbeiter sind in Fürstenberg in der Produktion beschäftigt. Seit
September 2009 ist der Betrieb nach der EU-Hygieneverordnung zertifiziert. Beim Rundgang durch den Betrieb erläuterte Ralf Kos den Produktionsablauf und die notwendig gewordenen Umbaumaßnahmen, um das Zertifikat zu erhalten. Ralf und Susanne Kos sowie ihr Bruder Torsten Kadel führen heute den Betrieb, können sich jedoch der Unterstützung von Senior Wolfgang Kadel sicher sein.

Menschlich gehe es im Betrieb zu, sagt Jaqueline Schade. „Ich wollte unbedingt im Verkauf tätig sein“, erzählt sie. In einer Bäckerei hatte sie eine Lehre begonnen, doch dann kam die Tochter. Bei Kadel hat sie den Neueinstieg geschafft und sagt: „Ich finde es super hier.“ Zusammen mit ihrem Partner und flexiblen Arbeitszeiten in der Filiale in Boffzen, in der sie hauptsächlich tätig ist, könne sie die Betreuung des Kindes gut organisieren. Sozial engagiert sie sich im Vorstand der Elternvertretung des Kindergartens.
„Wir freuen uns über Betriebe, die den Nachwuchs fördern“ stellte Jürgen Herbst fest. Im Fleischerhandwerk sei es nicht immer einfach, Auszubildende zu finden. Kadel schaffe es, immer wieder die besten Auszubildenden im Berufswettbewerb dabei zu haben. „Weiterbildung und die Einbeziehung der Auszubildenden am jährlichen Verkaufstraining und an speziellen Seminaren für Theorie und Praxis sind uns wichtig“, betonte Ralf Kos: „Das ist essentiell, das muss so sein.“
Die Auszeichnung ist eine tolle Sache, fanden auch Holzmindens Kreishandwerksmeister Uwe Hinz und Sebastian Maaß vom Versorgungswerk der Inter-Versicherung.