Tischler Helmhold

Meisterprüfung im Tischlerhandwerk 2010

Prüfung bestanden: Junge Tischlermeister präsentieren ihre Projektarbeiten mit einer repräsentativen Ausstellung.

Im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer endete der jüngste Meistervorbereitungskurs für das Tischlerhandwerk mit einer Ausstellung der Prüfungsstücke. Der Schautag lockte nicht nur zahlreiche Besucher in die Mehrzweckhalle, die die in Handarbeit hergestellten Unikate aus nächster Nähe betrachten wollten. Die Ausstellung fand auch in einem neuen Rahmen statt und bot Besuchern zusätzliche Information zu den einzelnen Stücken. Die Stücke, darunter Anrichten, Garderoben, Schreibtische und HiFi-Möbel, zeigten eine überwiegend moderne Gestaltung und die Vielfalt von Hölzern sowie Fertigungstechniken. Es war der erste Kurs, den die Dozenten um Tischlermeister Dirk Grimsel nach der neuen Meister-Prüfungsordnung unterrichtet hatten.

Neue Prüfungsordnung ist praxisnah

Bei der Überreichung der Meisterbriefe und Zeugnisse, die ebenfalls in der Mehrzweckhalle stattfand, lobte der Prüfungsausschussvorsitzende Falko Mohr die jungen Meister: „Sie haben Großartiges geleistet.“ Das Meisterstück in seiner bisherigen Form hat ausgedient. Die Stücke, die die Absolventen während der Prüfung in rund 120 Stunden bauten, sind nun Bestandteil eines so genannten Meisterprüfungsprojektes. Es simuliert die komplette Abwicklung eines Auftrages inklusive des Entwurfs und ist eingebettet in ein Konzept für die Raumgestaltung. Den Entwicklungsprozess und das Konzept dokumentiert eine Projektmappe, die bei den Ausstellungsstücken zur Ansicht lag. „Daran habe ich lange gearbeitet“, sagt Michael Helmhold, und nimmt für die Zukunft mit, dass auch eine ansprechende Präsentation die Zustimmung des Kunden zum Auftrag positiv beeinflussen kann. Seine Mappe greift die Gestaltungselemente seines funktionalen Raumteilers auf. Im Konzept zeigt er die optimale Lösung für die Anforderungen des „Kunden“ auf. Der 22-Jährige aus Bleicherode, der in Thüringen bereits Landessieger im Tischlerhandwerk wurde, hat die beste Prüfung des Kurses abgelegt. Gebaut hat er sein Objekt, wie auch sechs andere Teilnehmer des Kurses, in den Werkstätten des BBZ.

 

Großes Einzugsgebiet: Die Absolventen zog es aus ganz Norddeutschland zur Meistervorbereitung nach Hildesheim.

Moderne Prüfungsordnung: Die Teile I und II haben sich erheblich verändert. Sie sind jetzt in vier Handlungsfelder aufgeteilt, die den Praxisbezug zu betrieblichen Prozessen besser als bisher darstellen.

Gestaltung: Bei der Meistervorbereitung in Hildesheim spielen Gestaltung und Design eine wichtige Rolle.

 

 

Ansprechpartnerin für die Medien:

Birgit Sudhoff

 

Diashow Tischlerhandwerk - Ausstellung der Prüfungsstücke 2010weiter
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