Betriebszahlen im Handwerk gehen leicht nach oben
Die Betriebszahlen im Handwerk gehen leicht nach oben. Zum 31. Dezember 2009 waren 8.062 Betriebe bei der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen eingetragen. Das sind 79 Betriebe (1%) mehr als im Jahr zuvor. Während die Zahlen in der Gruppe der zulassungspflichtigen Handwerke leicht zurückgingen, setzte sich der Zuwachs bei den zulassungsfreien Handwerken fort. Merklich in die Höhe gingen in diesem Bereich die Zahlen bei den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern (+23) sowie bei den Raumausstattern (+30).
Die Mehrzahl der Betriebe (5.740) ist dem zulassungspflichtigen Handwerk zuzurechnen, also den Gewerken, in denen ein Meistertitel oder eine gleichwertige Qualifikation vorausgesetzt wird. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Zahl der vollhandwerklichen Betriebe in der so genannten Anlage A um 42. Die Rückgänge betreffen vor allem das Bau- und Ausbaugewerbe, das Elektro- und Metallgewerbe sowie Bäcker und Fleischer.
Etwa 29 Prozent der Mitgliedsbetriebe gehören in die Gruppe der zulassungsfreien Handwerke (Anlage B1) und zu den handwerksähnlichen Gewerben (Anlage B2). Bei den zulassungsfreien Handwerken waren Ende 2009 1.246 Betriebe eingetragen, 87 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der handwerksähnlichen Betriebe belief sich Ende 2009 auf 1.076. Hier war gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 34 Betriebe zu verzeichnen.
¿Die positive Entwicklung bei den Betriebszahlen zeigt, dass die Selbstständigkeit im Handwerk nach wie vor ein erstrebenswertes Ziel ist", sagte Jutta Schwarzer, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer. Allerdings sei auch zu berücksichtigen, dass es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfahrungsgemäß mehr Existenzgründungen gebe. Wer seinen Job verliere, suche eine Alternative in der Selbstständigkeit.
Angesichts des strukturellen Wandels seien die Anforderungen an Betriebsinhaber in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Dies müssten sich insbesondere Existenzgründer klar machen. „Ohne entsprechende Qualifikation, wie sie zum Beispiel der Meisterbrief sicherstellt, und die Bereitschaft zur Qualifizierung wird es für Jungunternehmer schwierig, sich auf Dauer am Markt zu etablieren", sagte Schwarzer.
Ansprechpartnerin für die Medien:
Birgit Sudhoff