Lehrling des Monats August 2009

Lehrling des Monats August 2009

Praktiker mit Interesse für die Theorie



Bei der Karl Hoffmeister GmbH in Lamspringe wird der angehende Zimmerer gefordert. Er antwortet mit exzellenten Leistungen.
Karl Hoffmeister, Geschäftsführer des Betriebs in Lamspringe, lobt seinen Auszubildenden als „absolut zuverlässig und diszipliniert". In der Praxis liefere er nach kurzer Einweisung erstklassige Arbeit ab. Erfreut ist der Chef auch über das besondere Interesse für die Theorie des Faches. „Dennis beschäftigt sich mit Themen gründlicher, als es für die Lehre nötig wäre", urteilt Hoffmeister und weiß das Engagement des jungen Mannes zu schätzen. Der 19-Jährige aus Bodenburg lacht, sagt: „Ich arbeite gern mit Holz" und verweist auf die familiäre „Vorbelastung". In seiner Familie sei er der fünfte in diesem Beruf, der bei Hoffmeister arbeite. „Es ist mein Wunschberuf."
Für beständig gute Leistungen in der Ausbildung, seine Flexibilität und Teamfähigkeit, die im gesamten Betrieb geschätzt wird, zeichnete Handwerkskammerpräsident Jürgen Herbst den jungen Mann nun im Rahmen der Aktion „Lehrling des Monats" aus. Bei der Auszeichnung gab es auch Gratulationen durch Sebastian Maaß von der Inter-Versicherung, die die Aktion der Handwerkskammer mit 250 Euro für den Lehrling unterstützt.
Bislang habe der Betrieb fast alle seiner Mitarbeiter aus dem eigenen Nachwuchs gewonnen, betont Hoffmeister eine besondere Stärke, die dem Betrieb Stabilität verleihe. Deshalb legt er großen Wert auf  Nachwuchsförderung und Weiterbildung unter seinen Beschäftigten. „Qualifikation ist der Schlüssel zu allem", sagt er. Seit über 125 Jahren ist der Betrieb in Familienbesitz, hat sich von der klassischen Zimmerei hin zu einem Spezialisten für vorgefertigte Dach-, Wand- und Deckenelemente weiter entwickelt, die auch überregional montiert werden. Wie zum Beispiel die 40 Meter hohe Halle in Leuna, eine Baustelle, die für Dennis das bisher größte Projekt war, an dem er mitarbeiten konnte.
Der Betrieb arbeitet mit 25 gewerblichen Mitarbeitern und neun Beschäftigten im Büro. Dazu zählen drei Bauingenieure und zwei Zimmermeister. Seit wenigen Jahren setzt Hoffmeister auch bei der Auswahl seiner Lehrlinge konsequent auf Qualifikation. Ein Praktikum sei obligatorisch. Seine Auszubildenden müssten Willen und Leistungsbereitschaft mitbringen und wüssten z.B., dass unerlaubte Fehltage inakzeptabel seien. Zum Einstieg klare Ansagen und während der Ausbildung klare Vorgaben und viel Unterstützung: Mit diesem Weg habe er gute Erfahrung gemacht und stelle immer wieder fest, dass Lehrlinge dann sehr viel leisten könnten. Das Ziel, das Dennis als nächstes fest vor Augen hat, ist die Gesellenprüfung im kommenden Jahr. Und mit mehr Arbeitspraxis will er dann die gezielte Weiterbildung angehen.
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