Lehrling des Monats Februar 2009
Ein Gewinn für den Betrieb
Tina Maria Diederich bringt mehr als Begabung und Ehrgeiz in die Ausbildung zur Friseurin ein. Der Lehrling des Monats Februar kommt aus dem Haarstübchen in Duderstadt.
Zielstrebig verfolgt Tina Maria Diederich ihren Weg. Auch nach unterschiedlichen Praktika in anderen Bereichen kam die 20-Jährige immer wieder zum Friseurberuf zurück. Jetzt steht sie im 3. Lehrjahr und hat klare Vorstellungen, wie es weitergehen soll: „Prüfung bestehen, Praxis sammeln, Meisterprüfung."
Diese Motivation und die Leistungen, die sie im Haarstübchen von Iris Schwetschenau-Kopp zeigt, seien eine Anerkennung wert, dachte sich die Obermeisterin der Friseurinnung Duderstadt. Die erhielt die junge Frau aus Seulingen nun in Form der Auszeichnung zum Lehrling des Monats. Handwerkskammerpräsident Jürgen Herbst überreichte die Urkunde im Betrieb und blieb zum ausführlichen Gespräch. Er freute sich, dass erstmals die Eltern, die die Tochter auf ihrem Weg unterstützen, bei einer Auszeichnung dabei waren.
Seit 14 Jahren leitet Iris Schwetschenau-Kopp ihren Salon, bildet mit einer Gesellin und einer Auszubildenden ein kleines Team. „Da macht Ausbilden wieder Spaß", urteilt sie über die Begabung ihre Auszubildenden, die Gelerntes schnell in Theorie und Praxis umsetzen könne und auch ein „gutes Händchen" im Umgang mit den Kunden habe. Darauf, dass sie bereits während der Ausbildung einen festen Kundenstamm hat gewinnen können, ist auch Tina Diederich stolz.
Sie nutzt ihre Weiterbildungsmöglichkeiten intensiv und bringt sich aktiv bei Aktionen ein, die ihre Chefin vor Ort etabliert hat. „Zusammen mit einer Bekannten, die ein Café führt, bieten wir als Event eine Vorher-Nachher-Show an, die gut angenommen wird", sagt die Friseurmeisterin. Im Mittelpunkt stünden Frisurentrends, Kosmetik und Modepräsentationen. Ein oder zwei Personen erhielten an solch einem Abend ein neues Styling. „Das macht richtig Spaß", bekräftigt Diederich, weil Kreativität und Können in solch einer Arbeitssituation unter zeitlichem Druck ganz anders gefordert seien als im Salon-Alltag.
Nach der Prüfung wird Schwetschenau-Kopp ihre Auszubildende gehen lassen. Das stehe schon fest. „Sie muss sich entwickeln und auch andere Salons sehen", meint die Friseurmeisterin. Das Potenzial eine gute Meisterin zu werden, habe sie allemal.
Überrascht und dann strahlend nahm Tina Diederich auch die Glückwünsche von Heinz-Günther Schulze entgegen. Der Bezirksdirektor der Inter-Versicherungen hatte einen 250-Euro-Scheck dabei. Das Versorgungswerk im Bezirk der Handwerkskammer unterstützt die Aktion der Handwerkskammer im Jahr 2009.