Lehrling des Monats Februar 2008

Lehrling des Monats Februar 2008

Mit ruhiger Hand präzise arbeiten
Die Vielfalt des Goldschmiedehandwerks fasziniert Christopher Decker. Bei Thore Blume lernt er alles Wichtige kennen.

Gold, Silber und Palladium - das sind die Metalle, deren Eigenschaften Christopher Decker jeden Tag ein bisschen besser kennenlernt, um sie - auch in Kombination mit Edelsteinen - zu ansprechenden Schmuckstücken verarbeiten zu können. Das Know-how, das der angehende Gold- und Silberschmied dafür benötigt, erwirbt er in der Werkstatt von Thore Blume in Listringen. Der Silberschmiedemeister attestiert seinem Auszubildenden große Begeisterung, schnelle Auffassungsgabe und sehr gute Leistungen. „Mit seinen technischen und handwerklichen Fähigkeiten kann er schwierige Aufgaben nach kurzer Zeit selbstständig ausführen", lobt Blume. Als Mitglied des Prüfungsausschusses für den Bezirk blickt er gewohnheitsmäßig auf akkurate Ausführung.
Bei der Arbeit an Goldohrringen, die Mabé-Perlen einfassen, haben Handwerkskammerpräsident Jürgen Herbst und Hauptgeschäftsführerin Jutta Schwarzer den 21-Jährigen nun beobachtet. Sie kamen, um ihm die Auszeichnung der Handwerkskammer zum Lehrling des Monats Februar zu überreichen.
"Die Arbeit hier füllt mich aus und macht großen Spaß", urteilt Christopher Decker. Initiativ hat er sich bei Blume beworben und nach einem Praktikum das Ausbildungsangebot erhalten. „Ich wollte gestalterisch tätig sein", erzählt er. Dafür hat er mit Fachhochschulreife die Schule verlassen. Blume beurteilt ihn als aufgeschlossenen Lehrling, der gut in die kleine Werkstatt passe und Verantwortung übernehme. Decker bringe sich mit kreativen Ideen ein. Das sei gut, denn in die Gesellenprüfung flössen sechs eigene Entwürfe ein. „Das Gesellenstück muss er auch selbst gestalten. Daher ist es in der Ausbildung wichtig, ihn darauf vorzubereiten", meint Blume. Um die zeichnerischen und künstlerischen Fähigkeiten seines Auszubildenden zu fördern, schickt er ihn wöchentlich nach der Berufsschule zu einem zusätzlichen Zeichenkurs.
Im 3. Lehrjahr ist er in alle Aktivitäten der Werkstatt involviert und beginnt eigene Vorlieben zu entwickeln. „Ich arbeite gern an größeren Schmuckstücken", meint er. Gut vorstellen kann er sich, erste Gesellenjahre bei Blume zu verbringen und sicher ist er sich: „Im Handwerk sehe ich meine Zukunft."
Über 40 Lehrlinge hat Blume in den Beruf gebracht. Decker wird der letzte sein, denn Blume möchte mehr Raum für weitere Aktivitäten haben. 150 Jahre wird der Betrieb der Familie in Hildesheim dies Jahr bestehen. Und seinen Sohn, ebenfalls Gold- und Silberschmiedemeister, möchte er unterstützen, der in Bremen die Korpuswerkstatt der Silberschmiedemanufaktur Koch & Bergfeld übernommen hat.
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