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Ausbildungszahlen bleiben konstant

Hildesheim, 8. Februar 2007 - Im Bezirk der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen hat es im Jahr 2006 1.583 neue Ausbildungsverträge gegeben. Der Geschäftsführer der Handwerkskammer, Jürgen Garms, zeigte sich erfreut, dass mit dieser Bilanz das Niveau des Vorjahres (1.592 Verträge) gehalten werden konnte. „Wir rechnen fest damit, dass die verbesserte Grundstimmung und die gute Entwicklung der Auftragslage 2007 auch zu einem positiven Trend bei den Lehrstellen führt“, sagte Garms mit Blick auf die weitere Entwicklung. Mit weniger als 5 Prozent blieb die Quote für während der Probezeit aufgelöste Lehrverträge weiterhin niedrig. „Den Betrieben scheint es einerseits immer besser zu gelingen den geeigneten Lehrling auszuwählen. Andererseits scheint den Jugendlichen heute bewusster zu sein als noch vor einigen Jahren, wie wichtig die Berufsausbildung ist“, so Garms. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmende Bedeutung der Berufsorientierung in den allgemein bildenden Schulen und das Engagement der Handwerkskammer, die die Schulen bei der Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf mit unterschiedlichen Angeboten unterstütze.
Insgesamt bestehen im Bezirk der Handwerkskammer derzeit 4.299 Lehrverträge in den vielfältigen Handwerksberufen. Bei den 1.583 neu abgeschlossenen Lehrverträgen hat es gegenüber dem Vorjahr eine positive Entwicklung in den Bau- und Ausbauhandwerken (+ 10,7 %), den Nahrungsmittelhandwerken (+ 9 %) und den kaufmännischen Berufen (+ 18 %) gegeben. Rückläufig waren die Zahlen in den Metall- und Elektrohandwerken (- 5,8 %) sowie in den Gesundheitshandwerken (- 10,5 %).
Für Jugendliche, die auch nach den gemeinsam mit den Arbeitsagenturen durchgeführten Nachvermittlungsaktionen keine Lehrstelle hatten, konnten im Vermittlungsjahr 2005/2006 über die berufsvorbereitende Einstiegsqualifizierung 74 so genannte EQJ-Verträge abgeschlossen werden. Aus dem Langzeitpraktikum ergab sich für 44 Jugendliche (60 %) ein Ausbildungsvertrag.
Die Handwerkskammer appelliert an die Betriebe, sich weiterhin für die Ausbildung einzusetzen. Angesichts eines zunehmenden Fachkräftemangels sei es die falsche Strategie, nur aufgrund von kurzfristigen Kosten-Nutzen-Erwägungen auf die Ausbildung zu verzichten. Sinnvoller sei es, sich das zukünftig benötigte Personal selbst aufzubauen und durch motivierendes Engagement in der Lehre langfristig an den Betrieb zu binden.


Ansprechpartnerin für die Medien:
Birgit Sudhoff

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